Jede Minute zählt

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Erste-Hilfe-Kurse retten Leben

Von Barbara Weber

Absichern
der Unfallstelle, Erkennen von lebensgefährlichen Zuständen,
Herz-Lungen-Wiederbelebung und das Retten aus Fahrzeugen sind
Grundkenntnisse, die Führerscheinbewerber nachweisen müssen.
Erste-Hilfe-Kurse gibt es von verschiedenen Dienstleistern.

Wir sind jetzt im Bereich der Herz-Lungen-Wiederlebung…

Markus
Thoma, Dozent im Rettungsdienst Arbeiter Samariter Bund Köln. In dem
hellen großzügigen Raum haben sich zwölf Kursteilnehmer versammelt.
Claudia Wagner, Ausbilderin und Rettungsassistentin, macht den
Teilnehmern vor, was sie bei der Herz-Lungen-Belebung beachten müssen.

erangehen, die Person ansprechen, ich muss
ja erst mal herausfinden, ist sie wirklich bewusstlos, habe ich
festgestellt reagiert nicht, an den Schultern rütteln, hallo, können
Sie mich hören, keine Reaktion, dann ein kräftiges HILFE, sie müssen ja
Unterstützung dazubekommen, dann kommt die Atemkontrolle. Jetzt haben
sie festgestellt, keine Atmung, dann fangen Sie bitte sofort an zu
reanimieren. … mit der Herzrdruckmassage, 30 Mal, dann zweimal
beatmen und dann wieder dreißig mal. ….
Dann fangen wir bitte an. Wer fängt bitte an?

Frage: Mit den zwei Atemstößen, die ich den Verletzten gebe, ein normaler Atemzug von mir oder hole ich dann noch mal Luft?

Antwort: Nein,
also wir haben alle unterschiedliche Luftmengen in der Lunge. Wenn sie
einmal kräftig einatmen und der jungen Dame da ihre maximale Luft da
hineingeben, dann fliegt sie davon, also bitte, normales Atmen, das was
sie einatmen, das geben sie auch maximal der Person, mehr braucht sie
nicht. Ja? O.K. Mag jemand anfangen?

Auf einer Matte am Boden liegt eine Kunststoffpuppe, an der die Wiederbelebung simuliert werden kann.

Wir
haben jetzt für jeden eine eigene Maske, das ist aus Hygienegründen.
… Es stellt das Gesicht des Menschen dar … also es fühlt sich
genauso an, wie wenn man einen normalen Menschen beatmen würde nur
etwas kälter.

Der erste Schüler tritt an die Matte:

Also
erst die Person ansprechen: Hallo, hören Sie mich, rütteln, Hilfe rufen
… dann einfach beginnen mit der – Langsam, langsam, langsam….

Die
Ausbilderin stoppt den potenziellen Helfer, der gleich mit der Beatmung
beginnen will. Erst mal muss die Luft aus der Lunge entfernt werden,
indem mit übereinandergelegten flachen Händen unterhalb des Brustbeines
gedrückt wird.

Viermal, und dann
erst die Atmung. …So, jetzt hab‘ ich ihn wieder. Er lebt wieder. O.K.
Der nächste oder die nächste… Hallo, hören Sie mich!…

Einer nach dem andern versucht, die Puppe wiederzuleben. Beim vierten Schüler klappt es schon ganz gut:

Können
Sie mich hören? – Hilfe – Verletzte Person – Atemkontrolle, genau – Sie
rufen bitte 112 an, verletzte Person ohne Atmung – Ja, schön – dann
fange ich so an.
Bisschen langsamer.
Bei dem Herrn können Sie es
jetzt schön sehen, immer schön am langen Arm und nur aus der Hüfte
fallen lassen, das Gewicht des Oberkörpers nehmen und nicht die flache
Hand.

Zu spät, geht nicht – sollte es nicht funktionieren, dass
wir Luft hereinbekommen, machen wir trotzdem nur die zwei Versuche und
gehen dann wieder auf die Herz-Lungen-Massage über. Beim nächsten Mal
probieren wir dann wieder, Luft hereinzukriegen. Ja, er lebt wieder!
Dankeschön. Prima.

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